nearby

  Pass auf sie auf! Christins Antwort war nur ein Blick. Eine Mischung aus Angst und Vertrauen. Ich konnte mir sicher sein das Christin alles tun würde um die Kleine zu beschützen. Eine 12 jährige beschützt eine 4 jährige. Aber wir wussten alle das die Kleine unser wertvollster Schatz war. Nach einigen Schritten blieb ich stehen und orientierte mich. Der Gürtel des Orions stand knapp über dem Horizont. Die Strasse musste in Richtung Osten sein. Ich kam schnell voran, zwischem dem Unterholz waren kleine Lichtungen. Ich musste mich nicht unter Bäumen verstecken der Sektor galt als "befriedet". Nach einiger Zeit spührte ich dass ich in der Nähe meines Zieles war. Ich setzte mich in den Mondschatten eines grossen Nadelbaumes und wartete. Das übliche geknistere der kleinen Nacht-Tiere ein Windhauch, blinkernde Sterne wenn die Wolken aufrissen. Im Übergang zum Schlaf kam das erste Bild. Es war schemenhaft, eine grünliche Sprechblase. Ich lies die Augen halb geschlossen und wartete. Das Bild das nach einiger Zeit kam war wesentlich deutlicher, eine Einblendung aus meinem lieblings-Computer-Spiel. Die Kleine hatte meine Erinnerung angezapft, hatte sie viele Jahre nach hinten durchwühlt, bis das gefunden hatte was ihre Botschaft an mich am nächsten kam. Reden konnte sie nicht, sie musste mit Bilder arbeiten. Das Bild zeigte eine Landkarte, der Punkt in der Mitte meine Position, schräg rechts über mir die Biegung eines Weges. Ich ging los, das Bild Transparent über der Wirklichkeit, ganz so wie in den Nächten, einer fernen Vergangenheit, als es nicht viel mehr zu tun gab, als sich die Zeit mit Computer-Spielchen zu vertreiben. Ich erreichte die Kurve und legte mich im feuchten hohen Gras auf die Lauer. Auf der Karte erschienen 3 rote Punkte die sich langsam auf meine Position zubewegten. 3, verdammt, wie sollte ich unsre eiserne Regel "nothing or all" einhalten können? Damals als diese Regel enstand, die auch der Name meines Stammes war hatte wir geschworen sie einzuhalten. Keine Überlebenden, keine Spuren. Die Greifer warteten nur auf eine Spur von uns, um dann ihre ganze Technologie einzusetzen, uns zu finden …. Die Regel der Stämme waren klar. Wer sich nicht an die Regeln halten wollte musste gehen und es war jedem freigestellt ihm zu folgen. Gewaltwaltlosigkeit war zwar edel und richtig, aber ich konnte den Hass nicht aus meinem Herz streichen. Ich verliess den Stamm und mit mir Christin, die Kleine und einige mehr für die Gewaltlosigkeit nicht möglich war. Wenn wir alleine waren nannten wir die anderen Eso-Schwuchteln und sie nannten uns Barbaren. Christine musste mit ansehen wie die "Friedens-Truppen" ihre Mutter vergewaltigten und töteten. Im anschliessenden Besäufnis konnte sie entkommen. Die Motive der Kleinen waren mir nicht klar, niemand im Stamm mochte sie wirklich, sie redete nicht und die meisten konnten ihren Blick nicht lange ertragen. Seit unserer Abspaltung saß sie auf meinen Schultern und ihr drittes Auge wachte über uns. Ich hörte ein Knistern und dann sah ich sie, 3 UNO Soldaten, einfacher Rang, keine Sateliten-Antenne, genau das was wir brauchten. Ich zog mein Messer aus dem Weiterlesen…