Archibald

Archibald Ich wollte es selber nicht glauben, doch es gibt Sie Böse Menschen Wer an das Gute glaubt sucht und sucht, will nicht aufgeben doch etwas im Kern dieses Wesens zu finden dass die Hoffnung offen lässt. Einer dieser Menschen war Archibald. Seine spezielle „Eigen Art“ war gepaart mit Schlauheit, guten Manieren, Bildung und einem Todsicherem Instinkt den Schwachen-Punkt zu finden. Auf meiner tausendjährigen Reise durch Sektor 10 war ich vielen Merkwürdigkeiten begegnet, doch Archibald schlug dem Fass den Boden aus. Es war ein großes steriles Gebäude. Zentral-Büro der EU. Neu und protzig. Ganzanders als die billig erbauten Massenunterkünfte der Nutz-Menschen. Ich lief durch Gänge, ohne besonderes Ziel, aber mit dem Wissen etwas Wichtiges zu erfahren. Da stand er, einige Meter vor mir, vor einer halb geöffneten Tür, unentschlossen weiter zu gehen, so als ob er überlegen würde ob er etwas im Büro vergessen hatte. Auf drei Meter Distanz, ein Blickkontakt und ein förmliches „Guten Tag“ aus dessen Tonfall klar zu entnehmen war dass er zu beschäftigt war – keine Zeit für einen kleinen Small Talk. Ich ging an Ihm vorbei, hielt nach zwei Schritten an. Ein weiterer Blickkontakt. Fragend, erstaunt blickte Er mich an. Ich stand schweigend mit neutralem Gesichtsausdruck da und wartete. Als er sich gerappelt hatte fragte Er mit einem neugierigen Unterton: „Kann ich Ihnen helfen“. Wieder wartete ich einige Sekunden, ging langsam einen Schritt auf Ihn zu und Sagte: „Vielleicht?“ Irgendwie schien er zu spüren dass es ein Knotenpunkt seines Schicksalsweges war. Er machte eine einladende Handbewegung und wir betraten sein Büro. Er schloss die Tür und bat mich Platz zu nehmen. „Danke“ Der Schreibtisch war genauso leer wie der ganze Raum. Nur das altmodische Telefon aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts. Er rückte es hin und her, so als hätte es einen bestimmten Platz. Er schaute mich an. Ich schwieg, mit einem Hauch des Lächelns. Schließlich legte er los. „Sie wissen, die jetzige Krise, sie fordert von jedem vollen Einsatz“. Ich nickte verständnisvoll, wie ein Lehrer, der die Entschuldigung eine Schülers annimmt, der 3 Minuten zu spät kommt. Archibald entspannte sich. Innere Revision, Routine, nichts Gefährliches, niemand der dir auf die Schliche kommt. „Wenn Sie Unterstützung brauchen, unbegrenzte Ressourcen stehen zur Verfügung“ sagte ich förmlich. „Wir haben Google-Brain alle Infos zugestellt. Länger, viel länger als sonst haben wir auf seine Antwort gewartet. Doch die Antwort war eine Frage: Gibt es wirklich böse Menschen, durch und durch? Sie leiten die Abteilung für besondere Aufgaben – sagte ich mehr auffordernd als fragend. Archibald brauchte einige Schreck-Sekunden um zu verstehen was gerade mit ihm geschah. Etwas gedrückt, mit tiefem Ernst, erwiderte er: „Sie können sich voll und ganz auf meine Abteilung verlassen.“ Nichts anderes habe ich erwartet“ sagte ich im Aufstehen, leicht militärisch. Mit zusammengedrückten Lippen drehte ich mich und verließ den Raum ohne Abschied. Kaum war die Tür geschlossen sank Archibald in seinen Sessel zurück. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Google-Brain, eine Frage als Antwort. Im Grunde eine Ehre, ihm diese Aufgabe zu übertragen. Gut und Weiterlesen…

Der Richtige

Ein SängerIch bin taub. Ein Schönerder kann Jede haben. Ein Starkerist als Spielzeug nicht zu gebrauchen. Ein LieberIch bin grob. Ein ReicherJa! mit Ehevertrag. Ein BlöderJa! Schlau bin ich selber. Guter SexNa ja, im Internet ist alles da. Ein schöner, reicher, starker Sänger bleibt manchmal gern allein Das Internetschalt ich nicht ein.